Albanien 2010

Auf dem Landweg durch Serbien und den Kosovo nach Albanien. Mit dem Urweltpaddler über den Koman Stausee und weiter in den Süden nach Gjirokastra.
Direkt hinter der Grenze fuhren wir bereits bei Dunkelheit von der Autobahn ab und fanden in Sid ein hervorragendes Gasthaus. Die Moppeds schliefen im Hof. Pristina - 550.000 Einwohner hat die Hauptstadt des Kosovo... ... und jeder hat sein eigenes Auto, möchte man meinen. Noch ein Stau-Foto, weil's so schön ist. Skipetar - Pause unterwegs in Suva Reka. Straßenszene in Suva Reka.
Prizren - Das Wahrzeichen, die Brücke mit der dahinter liegenden Moschee. Prizren Alte Häuserzeile direkt neben unserem Motel. Viele der alten Stadthäuser sind noch in erbärmlichen Zustand ... Der Aufbau ist im vollen Gange. Als Bauzaun dienst Stacheldraht - davon haben sie ja noch genug. Prizren
Prizren Prizren Was der sich wohl denkt? Tatsächlich wühlen dort Menschen in den Tonnen und kramen die Aludosen und Plastikflaschen heraus. Schön zu Bündeln verschnürt werden sie getrennt entsorgt/recycled. Hinter Kukes auf dem Weg nach Fierza. Bis zum Bau der Autobahn die Hauptverbindungsstrecke zwischen dem Kosovo und Shkoder im Norden Albaniens. Die Strasse daher in relativ gutem Zustand, die Brücken - naja... Mangels Alternativen spielte die Wasserkraft in Albanien schon immer eine wichtige Rolle. Irgendeinen Zipfel eines Stausees findet man im Norden daher fast hinter jeder Biegung.
Noch auf der Hauptstrasse Richtung Shkoder. Viele Dörfer gibt es nicht. Wir dachten, schon fast in Fierza zu sein. Die Männer klärten uns aber auf, 2/3 des Weges lagen noch vor uns. Alles, was ein albanisches Pass-Foto ausmacht: Bunker, Betondenkmal und ein Irrer, der das knipst. Albanien - Stausee Die Strassenführung ein Traum. Landschaft genießen ist aber nicht, zu viel Steine, Sand und Schlaglöcher auf der Srasse. Auf dem Weg nach Fierza
Koman Stausee Koman Stausee Obere Staustufe des Koman Stausees bei Fierza. Fierza - Hinter dem Abzweig von der Hauptstrasse. Noch 3 km sind es laut Wegweiser nach Fierza - in das falsche, es gibt zwei. Genial für Enduros - aber mit dem ganzen Gepäck ...
Und wer braucht Kombis? Hotel in Fierza - Nicht das Riz aber für 7,50 pro Nase, was will man meckern. Koman Fähre - Abfahrt um 7:00 Uhr morgens in Fierza. Alle sind gut drauf Der Urwelt-Paddler, wie er in unserem Reiseführer genannt wird. Beladen wird rückwärts. Warum ist mir ein Rätsel, das Ding hat zwei Klappen.
Und der haut jetzt mit dem Schiffsdiesel ab! Albanische Flagge Koman Stausee - Die Fahrt ist Entspannung pur und die Landschaft ein Traum. Koman Stausee Koman Stausee Koman Stausee
Koman Stausee Koman Stausee Koman Stausee Koman Stausee Personenfähre auf dem Koman Stausee Untere Staustufe bei der kleinen Ortschaft Koman.
Trink-Becher Qysat steht in der Karte, das Ortsschild trug aber einen anderen Namen. Egal, auf jeden Fall die Metzgerei dort. 15 km südlich von Fier befindet sich das Patos-Marinza-Ölfeld, eines der größten On-Shore Ölfelder Europas. Markt irgendwo zwischen Fier und Tepelene. Nationalstolz haben sie, die Albaner ... und eine irre Flagge. Die Hälfte der Feinde ist sicher wegen des Doppeladlers auf rotem Grund schon davongelaufen. Wenn jemand noch ein nettes Teeservice sucht... ... oder für die Raucher, die praktischen 3 Kilo Vorratspacks.
H&M hat auch nen Stand. Mixed Pickles Bei Tepelene - Hätte man doch nur mehr Zeit. Die Strecke führt durch die Furt neben der Brücke und auf der anderen Seite ins Gebirge - sicher genial für Enduros. Gjirokastra - Zusammen mit Butrint und Berat eine der drei Städte Albaniens, die es auf die Liste der UNESCO Weltkulturerbe geschafft haben. Ismail Kadare, albaniens Schriftsteller-Aushängeschild kommt von hier und der ehemalige Diktator Enver Hoxha. Wir steigen im ersten Haus am Platz ab - 40 Euro für's Doppelzimmer.
Gjirokastra Gjirokastra Gjirokastra So stellt man sie sich vor, die Figuren aus Karl Mays "Durch das Land der Skipetaren" Ungelogen, als wir die Strasse zurück kamen, war grad einer dabei, die Tür rauszuflexen. Diesen Laden gibt es bereits nicht mehr. Bekannt ist Gjirokastra wegen der besonderen Bauweise seiner Häuser, wie man sie nur hier findet. Unten Festungsartig mit dem Wohnbereich darüber.
Gkirokastra Bogenbrücke 3 km hinter Gjirokastra. Die einen sagen, es sind 16.000, die anderen 20.000 Bunker, die der offensichtlich irre Diktator Enver Hoxha im ganzen Land hat errichten lassen. Für die Technologie des 2. Weltkriegs gebaut, heute vollkommen nutzlos. Igoumentitsa - Vor 20 (!) Jahren war ich das letzte mal dort. Da gab es ein paar Geschäfte, Restaurants und das Schiff fuhr "gegenüber Hotel Oskar" ab. Heute ein Terminal, wie an einem internationalen Flughafen. Da kommen sie, das linke is’ meins - Superfast VI nach Ancona. Alles Italiener - mit einer Ausnahme
Anfangs hatte ich Befürchtungen, dass es auf den neuen Schiffen keinen geeigneten Platz für Deckspassage mehr gibt - weit gefehlt, im Obergeschoss ist alles windgeschützt verkleidet.